Archiv für die ‘Presse’ Kategorie

“Wir können auf die Einnahmen aus Busgeldern nicht verzichten”

17 November 2011

Solche und ähnliche Nachrichten findet man in der Presse. Auf eine Anfrage beim ADAC wurde uns folgende Antwort von der Rechtsabteilung übermittelt

“Die von Ihnen angesprochenen Probleme werden vom ADAC seit Jahren kritisiert. Insbesondere forden wir, dass die Verkehrsüberwachung der Verkehrssicherheit zu dienen hat und daher vornehmlich an Unfallschwerpunkten Geschwindigkeitsüberwachungen durchzuführen sind und nicht etwa dort, wo erfahrungsgemäß die meisten Verstöße begangen werden. In diversen Gesprächen mit den Vertretern des ADAC vor Ort und den jeweiligen Polizeibeamten wurde uns jedoch wiederholt versichert, dass eine an den Einnahmen orientierte Überwachung nicht erfolgt. Seien Sie bitte versichert, dass der ADAC dieses Problem auch weiterhin offensiv ansprechen wird.”

Also wer dem Staat bei seinen Finanzproblemen behilflich sein möchte, sollte sich als Raser betätigen!  Welch ein Zynismus und Mißbrauch unserer Gesetze. Melden Sie also dem ADAC jeden Fall, wo Abzocke nicht der Verkehrssicherheit dienlich ist.

Wird es nun wärmer oder wird es kälter

17 November 2011

Wer sich in diesem Durcheinander der Prognosen auskennen möchte, kann sich im Internet unter folgender Adresse schlau machen:

http://www.klimaskeptiker.info/index.php?seite=startseite.php

Es ist erstaunlich, wie weit zu diesem Thema Demagogie und Falschinformation auf unwissende Bürger einstürmen. Man findet weder bei der Presse noch beim Fernsehen wahrheitsgemäße Informationen zum Klimawandel.

“Professor” bringt Schwung ins Dorf

13 Dezember 2009

19. November 2009 | 00:05 Uhr | von Ralph Sommer, ddp

Seit Helmut Pratzel in Törpin wohnt, blüht der Ort auf.zvs

TÖRPIN – Im Dorf Törpin bei Demmin leben heute nur noch etwa 100 Einwohner. Vor ein paar Jahrzehnten waren es einmal mehr als 500. Da habe es hier noch zwei Friseure, zwei Metzger, einen Schmied und zwei Bäcker gegeben, erinnert sich der Tischlermeister Günter Wiesener. Der 77-Jährige ist inzwischen der letzte Handwerker im Ort. Ihm fehle das Pausengeschrei der Kinder, die einst nebenan in die Schule gingen, sagt Wiesener, der in Törpin geboren wurde. Dass in der lange Zeit leerstehenden Schule überhaupt wieder Leben einzog, sei “dem Professor” vom Seniorenbeirat zu verdanken – gemeint ist damit Helmut Pratzel, der für seine Verdienste für den Deutschen Engagementpreis nominiert wurde.

Das Haus von Pratzel steht auf der gegenüberliegenden Straßenseite, gut 100 Meter entfernt. Bis 1971 war es mal der Gasthof “Augustin”. Vor neun Jahren erwarb Pratzel als pensionierte Mediziner das heruntergekommene Anwesen, baute es zum Wohnhaus um. Der angrenzende Saal wurde wieder ein Veranstaltungsraum. Pratzel gründete den Verein Törpiner Forum, ersteigerte bei der Universität Greifswald 50 Aula-Stühle und lud seine neuen Nachbarn ein. Inzwischen trifft man sich regelmäßig. Montags kommt der Singekreis, freitags wird getanzt. Pratzel organisiert Vorträge, Kinderveranstaltungen und Weihnachtsfeiern.

“Ich wollte das alte Zusammengehörigkeitsgefühl wieder erwecken”, sagt der 74-jährige Pratzel, der 1961 nach Repressionen nach Westberlin geflohen war, in München promovierte und gleich nach der Wende wieder in den Osten zurückkehrte, um zu helfen. Pratzel kaufte für 6000 Euro die alte Schule. Mit Fördergeldern und der Hilfe von Ein-Euro-Kräften wurden die vom Hausschwamm befallenen Klassenzimmer wieder instand gesetzt. Es entstand ein dörfliches Kommunikationszentrum mit einer Bibliothek, Internetraum, einer Küche und einer Wohnung, deren Mieteinnahmen der rührige Pensionär wieder in den Betrieb investiert. Pratzel organisierte Computerkurse, Spielenachmittage und Seniorentreffs.

Ständig hat er neue Ideen. Im Internet sammelte Pratzel alte Heimatlieder und machte daraus ein Liederbuch für den Törpiner Singekreis. In der Schule richtete er ein kleines Bürgerbüro ein, in dem kostenlose Gesundheitschecks zu bekommen sind, Kopier- und Faxaufträge übernommen werden und auch mal Briefmarken gekauft werden können. Mit Jugendlichen entrümpelte er den alten Dorfteich, baute einen Badesteg und organisierte Frühlingsfeste. Und er nutzte seine Kontakte zu Wissenschaftlern, die er zu medizinischen und naturwissenschaftlichen Vorträgen nach Törpin einlud.

Inzwischen engagieren sich nicht nur die Törpiner, sondern auch Bewohner der Nachbardörfer als freiwillige Helfer im Forum. Die ganze Region, vor allem aber die ältere Generation, profitiere von dem ehrenamtlichen Engagement des 74-Jährigen, sagt die Vorsitzende des Landesseniorenbeirates Mecklenburg-Vorpommern, Brigitte Paetow. Pratzel, der inzwischen ein Privatvermögen von etwa 150 000 Euro in die gemeinnützigen Projekte investierte, will nun auch Seniorenbeiräte in Städten wie Altentreptow, Demmin und Malchin gründen und ein Netzwerk zur Bewältigung des demografischen Wandels schaffen.

Landrat würdigt Seniorenbeirat

25 Mai 2009

Der Kreisseniorenbeirat habe sich zu einem rührigen Forum der Meinungs- und Willensbildung sowie des Erfahrungsaustausches auf politischem, wirtschaftlichem und kulturellem Gebiet entwickelt. Das erklärte Landrat Siegfried Konieczny (Die Linke) bei einem Besuch, den er jüngst dem Mitbegründer und Vorsitzenden des Beirats, Professor Helmut Pratzel, im Törpiner Gemeindezentrum abstattete. Anlass dafür war eine Auszeichnung als engagierter Senior, die Pratzel auf Vorschlag des Landrats anlässlich der 1. Seniorentage von Mecklenburg-Vorpommern in Schwerin erhalten hatte.
Landesweit werde über die vielfältigen Aktivitäten des Kreisseniorenbeirates im Seniorenkurier des Landesseniorenbeirates berichtet. Gegenwärtig sind im Beirat 35 Mitglieder vertreten.
Helmut Pratzel empfing seinen Gast aus Demmin vor dem im März seiner Bestimmung übergebenen Törpiner Seniorenzentrum in der „Alten Schule“ und führte ihn anschließend durch die mit viel Fleiß und Mühe sanierten Räumlichkeiten, darunter den Gesellschaftsraum, die Bibliothek und das Internetzimmer. „Was man hier sieht, überzeugt“, mit diesen Worten zollte Siegfried Konieczny dem Seniorenbeirat und seinem Vorsitzenden Respekt für die bereits geleistete Arbeit, die Helmut Pratzel wohl aber eher als einen Anfang betrachtet.
Auf der Grundlage statistischer Erhebungen zeigte er dem Landrat mittels Bildschirmpräsentation Ursachen und Konsequenzen der demographischen Entwicklung in Deutschland und ableitend davon auch für den Landkreis Demmin auf. Der emeritierte Professor bietet interessierten Einrichtungen, Bürgergruppen, Vereinen und Organisationen Vorträge zu diesem Thema an. Er wolle informierend und motivierend wirken, sagte er.
Landrat Konieczny bezeichnete solche Kommunikationsebenen als den richtigen Weg. „Was sie hier beispielgebend vormachen, verursacht Gemeinschaft“, betonte er und wünschte dem Professor Erfolg beim Weitergeben seiner Impulse für eine Seniorengeneration, die sich positiv denkend, gesund, freudvoll und aktiv in das gesellschaftliche Leben einbringt.

Autor: Georg Wagner / NK, 25.05.2009 Quelle: Demminer Zeitung